August 2014

Zwei interessante Science Fiction-Autoren

Wer sich für Science Fiction interessiert, sollte sich die Bücher der folgenden beiden Autoren mal näher ansehen (falls er sie nicht bereits kennt 🙂 )

Simon Haynes

Science Fiction Roman Ein Roboter namens Klunk
Bild: Bastei-Lübbe Verlag

Simon Haynes ist Australier und vielen Autoren bekannt als Programmierer. Von ihm stammt nämlich die Software yWriter, die so etwas wie ein Scrivener-Vorläufer für Windows ist. Er hat yWriter entwickelt, weil er selbst Bücher schreiben wollte – die Hal Spacejock-Serie, deren erste Bände er auch selbst verkauft hat. Erst später ist ein australischer Verlag auf ihn aufmerksam geworden.

Ende letzten Jahres hat der Bastei Lübbe-Verlag den ersten Band der Serie unter dem Titel Ein Roboter namens Klunk auf Deutsch veröffentlicht – fünfzehn Jahre, nachdem das Buch erschienen ist.

Simon Haynes hat einen sehr speziellen Humor und seine Bücher gefallen sicherlich nicht jedem. Aber einmal reinlesen sollte jeder, der sich für Science Fiction interessiert.

Ryk Brown

Science Fiction-Roman Der Flug der Aurora
Bild: Heyne Verlag

Anfang des Jahres erschien bei Heyne Der Flug der Aurora als erster Band der Frontier-Saga des amerikanischen Autors Ryk Brown. Was daran interessant ist? Nun, Ryk Brown veröffentlicht seine Bücher in den USA verlagsunabhängig als Ebooks. Er nutzt dazu Amazons KDP-Programm, d. h. er überlässt Amazon in den USA die Exklusivrechte für seine Bücher. Wenn man die derzeitige Schlacht der deutschen Buchbranche gegen Amazon beobachtet, kann man sich nur über Heyne wundern 😉

Interessant ist Ryks Lebensgeschichte: Wegen der Wirtschaftskrise musste er 2011 seine Werkstatt für Computerreparaturen dichtmachen. Da er nun Zeit im Überfluss, aber kein Geld hatte, kramte er ein altes Manuskript für einen SF-Roman heraus. Er überarbeitete es und veröffentlichte es als Ebook. Inzwischen hat er eine Viertelmillion Bücher verkauft und keine Geldsorgen mehr.

Ryk Browns Romane sind gut und flüssig geschriebene Space Opera mit einem sympathischen jungen Helden. Typisch Amerikanisch ist die Konzentration auf die Charaktere, während die Beschreibung der zukünftigen Welt nicht immer logisch und nachvollziehbar ist. Insgesamt hat die Serie aber einen hohen Unterhaltungswert.

PERSEUS – Wolkental

Während ihr PERSEUS – Kristallmagie auf wattpad.com lesen könnt (2-3 Kapitel erscheinen pro Woche), beginnt für mich die Arbeit am zweiten Band der Serie. Der Arbeitstitel lautet PERSEUS – Wolkental.

Wie immer, wenn ich einen neuen Roman plane, weiß ich eigentlich, um was es darin geht. Ich kenne den Anfang, die wichtigsten Personen, den Handlungsbogen und den Schluss.

Aber das alles auf ca. 24 Kapitel aufzuteilen ist eine ganz andere Sache. Viele Handlungsstränge laufen zeitlich parallel an verschiedenen Orten ab. Welchen zuerst erzählen? Aus wessen Perspektive? Und passt das alles logisch überhaupt so zusammen, wie ich es mir vorstelle?

Manuskript in Scrivener (c) M. E. Rehor
Manuskript in Scrivener (c) M. E. Rehor

Bei Schreiben des ersten Romans der PERSEUS-Saga hat sich folgende Arbeitsweise bewährt, um all das im Griff zu behalten:
Die Planung und die Datenbank (Personen, Orte, Dinge, …) lege ich in Scrivener an. Außerdem erstelle ich dort eine Ordnerstruktur, die bereits die Romanteile und leere Textseiten für die Kapitel enthält (siehe Bild). So kann ich im selben Programm schreiben und laufend Änderungen an der Struktur vornehmen. Denn kein Roman entwickelt sich so, wie er anfangs gedacht war.

Wenn die erste Fassung des Manuskripts fertig ist, beginnt das Überarbeiten. Dafür benutze ich Papyrus Autor. Dessen Textfunktionen sind für Schriftsteller unentbehrlich (Duden Rechtschreib- und Grammatikprüfung, Stilanalyse, Überprüfung der Lesbarkeit).

Um euch über die Fortschritte auf dem Laufenden zu halten, habe ich zwei farbige Balken rechts neben dem Blog eingefügt. Grün zeigt die Veröffentlichung auf Wattpad.com an, Blau die Arbeit an der ersten Fassung des neuen Romans.

Wie immer bin ich selbst gespannt darauf, was am Ende dabei herauskommt. Jeder der dreizehn Romane, die ich bisher geschrieben habe, ist anders – und hoffentlich besser – geworden, als ich es erwartet hatte.

„PERSEUS – Wolkental“ soll wieder eine Länge von 60.000 Worten haben, das sind 240 Normseiten. In drei Monaten wird der Roman fertig sein. Drückt mir die Daumen, dass das klappt!